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Kassenbon per Mail? Welche Adresse du Geschäften gibst
Wenn Geschäfte an der Kasse nach deiner E-Mail-Adresse fragen, heißt es meist, sie sei für den Kassenbon per Mail. Dieselbe Adresse kann dich aber auch auf ihren Werbeverteiler setzen, deine Karte mit einem Kundenprofil verknüpfen und Werbeplattformen und Datenhändlern erlauben, sie mit deinen übrigen Daten zu verbinden. An der Kasse dient die E-Mail-Adresse dem Kassenbon und der Werbung, nicht der Zahlung, deshalb kannst du meist ablehnen und einen Papierbon nehmen. Online brauchst du für die Bestellung eine Adresse, also gib diesem Shop eine eigene, separate Adresse: eine, die du abschalten kannst, ohne deine übrigen Mails anzutasten, und die du noch lesen kannst, wenn Jahre später ein Garantiefall eintritt. CatchNone gibt jedem Shop eine eigene Adresse und versieht jede Nachricht mit einem Badge für den Alias, den sie erreicht hat, sodass du siehst, welcher Shop deine Adresse weitergegeben hat, auf iPhone, iPad und Mac.
Die Gesetze und Schritte in diesem Artikel haben wir am 25. September 2026 geprüft. Dies sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.
Warum Geschäfte nach deiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer fragen
An der Kasse hörst du als Grund den Kassenbon. Selten ist das der einzige Zweck:
- Kassenbons und Bestellupdates. Online braucht der Shop einen Kontakt. In der EU muss der Verkäufer den Vertrag „auf einem dauerhaften Datenträger“ bestätigen (Verbraucherrechte-Richtlinie, Art. 8 Abs. 7), meist per E-Mail.
- Deine Karte mit dir verknüpfen. Der Zahlungsdienstleister Square schreibt: „Deine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer ist mit deiner Zahlungskarte verknüpft.“ Nach einem digitalen Kassenbon gehen Belege automatisch an dieselbe Adresse, wenn du mit dieser Karte bei anderen Square-Händlern bezahlst (Square), und Square gibt deine „maskierten“ Kontaktdaten an diese Händler weiter, damit sie dir Belege und, sofern du das nicht ablehnst, Werbung schicken können (Square).
- Werbung. Die Datenschutzerklärung von Target (aktualisiert am 15. August 2026) nennt „Kassenbon-Nachrichten im Geschäft“ als einen ihrer Marketingkanäle und sagt: „Wir führen Daten zusammen, die aus mehreren Quellen erhoben wurden“ (Target).
- Kundenkarten und Bonusprogramme. Punkte und Mitgliederpreise bezahlst du mit deinen Daten. Kaliforniens Generalstaatsanwalt stellte fest, dass Kundenkartenprogramme im Handel Rabatte „für die Erhebung personenbezogener Daten von Verbrauchern“ anboten, ohne den Hinweis, den das Landesrecht vorschreibt (California AG).
- Anzeigen. Geschäfte können die E-Mail-Adressen und Telefonnummern ihrer Kunden zu Googles Customer Match (Kundenabgleich) hochladen, das dann „Anzeigen auf diese Kunden und ihnen ähnliche Kunden ausrichtet“ (Google Ads-Hilfe).
Was mit deiner Adresse passiert, nachdem du sie angegeben hast
Sie landet in einer Kundendatei und kann von dort weiterwandern. Die US-Handelsbehörde FTC warnt, dass ein Unternehmen sie „an Dritte weitergeben oder verkaufen könnte“ (FTC). Sie hat auch sogenannte „Data Append“-Produkte dokumentiert: Ein Unternehmen gibt einem Datenhändler die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse eines Kunden, „und der Datenhändler könnte Namen und Anschrift des Kunden liefern“ (FTC-Bericht, 2014, S. 24).
Wenn du Werbe-E-Mails öffnest, kann sie sich weiter verbreiten. Eine Princeton-Studie von 2018 ergab, dass etwa 30 % der E-Mails von Mailinglisten „die E-Mail-Adresse des Empfängers beim Ansehen an einen oder mehrere dieser Dritten preisgeben“ (PoPETs). Wie du das verhinderst, steht in wie du Tracking-Pixel in E-Mails blockierst. Und die Kundendatei kann von einem Datenleck betroffen sein.
Geschäfte wollen deine E-Mail-Adresse: Musst du sie angeben?
Meist nicht. An der Kasse kannst du stattdessen einen Papierbon verlangen. Online braucht der Shop eine Adresse für die Bestellung, aber es muss nicht deine Hauptadresse sein. Von Ort zu Ort unterschiedlich ist, was dir ein Geschäft danach schicken darf, und in Kalifornien, ob es bei Kreditkartenzahlung überhaupt fragen darf.
| Wo | Die Frage an der Kasse | Werbung danach | So stoppst du sie |
|---|---|---|---|
| USA | Das Bundesgesetz für E-Mails (CAN-SPAM) regelt, was verschickt wird, nicht die Frage | Ohne deine Einwilligung erlaubt, wenn jede Nachricht eine Abmeldemöglichkeit bietet | Abmelden: Das Geschäft hat 10 Geschäftstage Zeit und darf deine Adresse danach weder verkaufen noch übertragen |
| USA, SMS | Im Einwilligungsformular muss stehen, dass die Zustimmung keine Voraussetzung für den Kauf ist | Die meisten automatisierten Werbe-SMS brauchen deine vorherige ausdrückliche schriftliche Einwilligung (47 CFR 64.1200) | Antworte mit STOP (oder QUIT, END, CANCEL oder UNSUBSCRIBE); wird innerhalb von 10 Geschäftstagen umgesetzt |
| Kalifornien | Zahlst du im Laden per Kreditkarte, darf das Geschäft keine persönlichen Identifikationsdaten erfragen oder verlangen, die es festhält (Civ. Code §1747.08). Eine Postleitzahl zählt dazu; bei einer E-Mail-Adresse ist es ungeklärt | Bundesrecht; bei größeren Geschäften braucht ein Rabatt für deine Daten einen Hinweis und deine Opt-in-Einwilligung (§1798.125) | An der Kasse ablehnen; das Opt-in jederzeit widerrufen |
| Vereinigtes Königreich | Erlaubt, aber wer einem digitalen Kassenbon zustimmt, stimmt damit nicht der Werbung zu (ICO) | Braucht eine Einwilligung oder das unten beschriebene Soft-Opt-in (PECR, Reg. 22); SMS eingeschlossen | An der Kasse ablehnen, dich abmelden oder nach Art. 21 UK-DSGVO widersprechen |
| EU | Erlaubt; Irlands Datenschutzbehörde sagt, Geschäfte sollten dir mitteilen, dass du „nicht verpflichtet“ bist, sie für einen digitalen Kassenbon anzugeben (DPC) | Braucht eine Einwilligung oder ein vergleichbares Soft-Opt-in (ePrivacy-Richtlinie, Art. 13); nationale Gesetze können Bedingungen hinzufügen | Jederzeit nach Art. 21 DSGVO widersprechen |
Kaliforniens Regel für Kreditkartenzahlungen
Das Gesetz nennt „Adresse und Telefonnummer des Karteninhabers“, und der Oberste Gerichtshof Kaliforniens entschied 2011, dass auch eine Postleitzahl (ZIP-Code) dazuzählt, weil sich damit zusammen mit deinem Namen deine vollständige Adresse ermitteln lässt (Pineda v. Williams-Sonoma). Bei der E-Mail-Adresse ist die Lage weniger klar. 2013 sagte ein Bundesgericht voraus, dass eine E-Mail-Adresse dazuzählen würde, erklärte aber, ob ihre Erhebung für einen digitalen Kassenbon unter die Ausnahmen des Gesetzes falle, „erfordert eine weitere Klärung des Sachverhalts“. Das Verfahren wurde später einvernehmlich eingestellt (Capp v. Nordstrom).
Die Regel hat Ausnahmen für „Versand, Lieferung, Wartung oder Installation der gekauften Ware oder für Sonderbestellungen“ und gilt nicht für Online-Käufe von Downloads (Apple v. Superior Court). Sie gilt nur, wenn du per Kreditkarte zahlst, die sie als Mittel definiert, um „auf Kredit“ zu kaufen (§1747.02). Zahlst du bar, fällst du also nicht darunter, und bei Zahlung mit Debitkarte möglicherweise auch nicht. Das Geschäft darf einen Ausweis prüfen, etwa einen Führerschein, aber die Angaben nicht festhalten. Du, der Generalstaatsanwalt oder ein Bezirks- oder Stadtanwalt könnt Strafen von bis zu 250 US-Dollar für den ersten Verstoß und 1.000 US-Dollar für jeden weiteren verlangen.
Das Soft-Opt-in im Vereinigten Königreich und in der EU
Im Vereinigten Königreich darf dir ein Geschäft ohne deine Einwilligung nur dann Werbung per E-Mail schicken, wenn alle diese Punkte zutreffen (ICO):
- Es hat deine Daten direkt von dir erhalten, bei einem Kauf oder bei Verhandlungen darüber;
- es bewirbt nur eigene ähnliche Produkte;
- es hat dir beim Erheben der Adresse eine einfache Möglichkeit zum Ablehnen angeboten;
- es bietet diese Möglichkeit zum Ablehnen in jeder Nachricht erneut an.
Die EU-Regel ist ähnlich, und nationale Gesetze können strenger sein: Irland setzt zusätzlich eine Frist von 12 Monaten, die mit jeder Werbe-E-Mail neu beginnt, der du nicht widersprichst (DPC).
Die britische Datenschutzbehörde ICO nennt selbst ein Beispiel: Ein Kunde gibt für den Kassenbon einer Jeans seine E-Mail-Adresse an und bekommt am nächsten Tag Werbung für Schuhe. Der Kassenbon war in Ordnung, die Werbung nicht, denn „die Einwilligung in einen digitalen Kassenbon deckt keine Direktwerbung ab“. Unabhängig von der Rechtsgrundlage kannst du Direktwerbung jederzeit widersprechen, und das Geschäft muss sie einstellen.
Was du an der Kasse sagst
- Überall: „Einen Papierbon, bitte.“ Heißt es, die E-Mail-Adresse sei Pflicht, frag: „Wird sie gebraucht, um die Zahlung abzuschließen?“
- Vereinigtes Königreich und EU, wenn du den digitalen Kassenbon willst: „Nur den Kassenbon, bitte keine Werbung.“ Hast du beim Erheben der Adresse abgelehnt, kann sich das Geschäft für diese Adresse nicht auf das Soft-Opt-in berufen.
- Kalifornien, bei Zahlung per Kreditkarte: „Lieber nicht.“ Das Geschäft darf sich deinen Ausweis ansehen, aber nichts davon festhalten.
- USA, wenn du dich für SMS anmelden sollst: „Nein danke.“ Im Einwilligungsformular muss stehen, dass die Anmeldung keine Voraussetzung für den Kauf ist, und eine Antwort mit STOP beendet sie später.
- Online: Such vor dem Bezahlen das Kästchen für Werbung und stell es auf Nein. Es kann als Opt-out formuliert sein, wie im regelkonformen Beispiel des ICO: „Ich möchte keine Werbe-E-Mails zu Ihren Bekleidungskollektionen erhalten.“
Warum Geschäfte deine Telefonnummer wollen und welche Regeln für SMS gelten
Geschäfte fragen aus denselben Gründen nach deiner Telefonnummer wie nach deiner E-Mail-Adresse: Square verknüpft beides mit deiner Karte für Belege, Googles Customer Match nimmt neben E-Mail-Adressen auch Telefonnummern an, und ein Datenhändler kann aus beidem deinen Namen und deine Adresse machen. Eine Nummer ist außerdem schwerer zu ersetzen. Du behältst sie jahrelang und kannst dir nicht für jedes Geschäft eine neue zulegen.
Für SMS gelten eigene Regeln. In den USA kannst du deine Einwilligung „auf jede angemessene Weise“ widerrufen (47 CFR 64.1200(a)(10)), und unerwünschte SMS kannst du melden, indem du sie an 7726 (SPAM) weiterleitest (FTC). Im Vereinigten Königreich schließt die Definition elektronischer Post in den PECR auch Textnachrichten ein (Regulation 2), deshalb gelten die E-Mail-Regeln, und das ICO weist darauf hin, dass eine Einwilligung in Werbeanrufe keine SMS abdeckt. Besteht ein Formular auf einer Nummer und bist du in den USA, gibt dir Google Voice eine zweite „für Anrufe, SMS und Mailbox-Nachrichten“ (Google Voice-Hilfe).
Brauchst du den Kassenbon per Mail für Rückgabe und Garantie?
Im Geschäft selten. Ein Papierbon belegt einen Kauf genauso gut wie eine E-Mail, und auch andere Unterlagen können beide ersetzen. Wichtig ist, dass du irgendeinen Nachweis aufbewahrst, solange ein Anspruch möglich ist.
Rückgabe: Ohne Kassenbon hängt es vom Geschäft ab. Target zum Beispiel kann Käufe nachschlagen, die mit seinen eigenen Karten und mit Kreditkarten von Visa, Mastercard, American Express und Discover bezahlt wurden (Target-Hilfe). Im Vereinigten Königreich teilt die Regierung Geschäften mit, dass ein Kaufnachweis „ein Kassenbon oder ein anderer Beleg wie ein Kontoauszug oder die Verpackung sein kann“, und Kunden haben bis zu sechs Jahre Zeit, Ansprüche wegen eines mangelhaften Artikels geltend zu machen (in Schottland fünf) (GOV.UK). In der EU muss der Verkäufer mangelhafte Ware kostenlos reparieren oder ersetzen, und du kannst mindestens zwei Jahre lang Ansprüche geltend machen (Your Europe).
Garantie: In den USA darf eine volle Garantie nicht verlangen, dass du eine Registrierungskarte zurückschickst (16 CFR 700.7), eine eingeschränkte Garantie dagegen schon (FTC). In beiden Fällen rät die FTC: „Bewahre den Kassenbon des Produkts zusammen mit der Garantie auf“ (FTC). Im Vereinigten Königreich ist eine Herstellergarantie möglicherweise nicht gültig, wenn du dich nicht registriert hast (Citizens Advice). Für Registrierungsmails brauchst du eine Adresse, die du auch später noch liest.
Wo du Nachweise aufbewahrst: in einem Posteingang, den du behältst. Google kann ein Konto löschen, das zwei Jahre lang nicht genutzt wurde (Google), und eine Adresse von der Arbeit oder der Schule ist weg, wenn du gehst. Speichere bei größeren Anschaffungen ein PDF des Kassenbons zusammen mit der Bedienungsanleitung.
Abmelden stoppt keine Kassenbons
Nach CAN-SPAM sind Nachrichten, die einen Kauf bestätigen oder „Informationen zu Garantie, Rückruf, Sicherheit oder Schutz eines Produkts oder einer Dienstleistung, die der Empfänger gekauft hat“ liefern, Transaktionsmails und keine Werbung (FTC). Sie können auch nach dem Abmelden weiter ankommen. Umgekehrt gilt das ebenfalls: Schaltest du eine Adresse ab, stoppst du mit der Werbung auch die Rückrufwarnung. Ändere also zuerst die E-Mail-Adresse im Kundenkonto des Geschäfts.
Welche E-Mail-Adresse solltest du fürs Online-Shopping nutzen?
Die beste E-Mail-Adresse fürs Online-Shopping ist eine eigene Adresse für jeden Shop, sofern du dabei den Überblick behältst, zugestellt in einen Posteingang, den du jahrelang behältst. Beginnt der Spam, verrät die Adresse, an die er ging, die Quelle (so findest du heraus, wer deine E-Mail-Adresse verkauft hat). Eine einzige E-Mail-Adresse nur fürs Shopping ist die einfachere zweite Wahl: Sie holt Werbung aus deinem Hauptposteingang, kann dir aber nicht sagen, welcher Shop sie weitergegeben hat.
| Option | Beispiel | Zeigt, welcher Shop sie weitergegeben hat | Einen Shop stoppen | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|---|---|
| CatchNone, ein Alias pro Shop | abcde-12345@catchnone.com (Premium) oder shopname@example.net auf deiner eigenen Domain |
Ja; jede Nachricht trägt einen Badge für ihren Alias | @catchnone.com-Adresse abschalten, Absender bekommen einen Rückläufer; auf deiner eigenen Domain eine Regel beim Anbieter |
Bewusst nur Empfang: Shop-Mails bleiben in einer eigenen App. Mails an @catchnone.com bleiben 30 Tage, sichere also Kassenbons, die du brauchst |
| Deine Hauptadresse | jane@example.com |
Nein | Abmelden oder filtern | Jede Liste und jedes Datenleck erreicht den Posteingang, den du für Menschen und deine Bank nutzt |
| Ein separates Postfach fürs Shopping | Ein zweites Gmail-Konto | Nein | Abmelden oder filtern | Ein einziges Passwort schützt die Passwort-Zurücksetzungen aller Shops, und ein ungenutztes Konto kann gelöscht werden |
| Ein Plus-Zusatz | jane+shop@example.com |
Nur solange der Zusatz dranbleibt | Ein Filter | Jeder kann den Zusatz löschen und deinen Hauptposteingang erreichen (Gmail) |
| Ein Alias pro Shop | Eine zufällige Adresse von „E-Mail-Adresse verbergen“ (Hide My Email), DuckDuckGo Email Protection oder SimpleLogin oder shopname@example.net auf einer Catch-all-Domain, die dir gehört |
Ja | Diesen Alias abschalten oder sperren | Weiterleitungsdienste wie DuckDuckGo stellen in deinen bestehenden Posteingang zu, Kassenbons bleiben also an einem dauerhaften Ort, aber du bist auf den Dienst oder die Domain angewiesen, solange du sie brauchst |
Alle Optionen nach Schutz und Aufwand geordnet findest du unter Wege, deine E-Mail-Adresse privat zu halten, im Ranking. Eine Adresse, die nicht in deinem Google-Konto steht, erschwert es außerdem, dich per E-Mail-Adresse einer hochgeladenen Kundenliste zuzuordnen. Wie Shopping zum Rest deiner Mails passt, steht in wie viele E-Mail-Konten du haben solltest.
Eine separate E-Mail-Adresse fürs Shopping, ohne dass dein Posteingang überläuft
- Wähle den Posteingang, der die Shopping-Mails empfängt: einen, den du auch in fünf Jahren noch öffnest. Ist es ein separates Konto, trag deine Hauptadresse als dessen Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse ein und öffne es mindestens einmal im Jahr; Google wertet das Lesen von Mails als Aktivität.
- Gib jedem Shop eine eigene Adresse. Benenne in CatchNone einen neuen Alias nach dem Shop, wähle „Erstellen & kopieren“ und füge ihn ein. Tippe in Safari auf dem iPhone mit iCloud+ auf ein E-Mail-Feld und dann über der Tastatur auf „E-Mail-Adresse verbergen“. Tippe im Apple Pay-Zahlungsfenster (iOS 17 oder neuer) auf „Contact“ (Kontakt) und wähle dann „E-Mail-Adresse verbergen“; die Option erscheint nur, wenn der Shop dort eine E-Mail-Adresse anfordert (Apple Support). Ohne iCloud+ erstellst du eine in DuckDuckGo Email Protection oder SimpleLogin, die beide kostenlose Tarife haben, und fügst sie ein. Auf einer Domain, die dir gehört und Catch-all-Zustellung nutzt, tippst du beim Bezahlen einen neuen Namen ein, etwa
shopname@example.net. - Benenne jede Adresse nach dem Shop, damit die Suche nach einem Kassenbon oder ein Leak auf genau eine Stelle zeigt.
- Lehne beim Bezahlen Werbung ab.
- Sortiere die Mails jedes Shops anhand der „An“-Adresse in einen Ordner oder ein Label (Anleitungen für Gmail, Outlook und iCloud Mail). In CatchNone musst du nichts einrichten: Jede Nachricht trägt schon einen Badge für ihren Alias, und der Posteingang kann einen Alias nach dem anderen anzeigen.
Nutze keine Shop-Adresse für deine Bank, deinen Kartenaussteller oder als Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse eines Kontos. Dafür bleibt deine echte Adresse.
Den Newsletter-Rabatt nutzen, ohne jahrelang Werbung zu bekommen
- Melde dich mit einer Adresse an, die nur für diesen Shop ist.
- Löse den Code bei deiner Bestellung ein.
- Sobald die Bestellbestätigung da ist, meldest du dich von der Werbung ab; Kassenbons und Versandupdates kommen weiter. Google empfiehlt Massenversendern an Gmail, innerhalb von 48 Stunden zu reagieren (Google).
- Kommt weiter Werbung, stell das Kundenkonto des Shops auf eine neue Adresse um oder warte, bis Rückgaben und Garantieansprüche nicht mehr von der alten abhängen, und schalte sie dann ab.
Nutze keine neuen Adressen, um einen Erstbestellungscode zweimal einzulösen; die Bedingungen des Angebots können das verbieten. Ignoriert ein Shop deine Abmeldung, lies nach, warum Abmelden oft nicht funktioniert.
Wenn deine Adresse bei einem Geschäft geleakt oder verkauft wird
Jüngste Datenlecks im Handel haben genau die Angaben offengelegt, nach denen an der Kasse gefragt wird. Daten, die im August 2026 mutmaßlich beim Bekleidungshändler Carhartt abgeflossen sind, enthielten 12,9 Millionen eindeutige E-Mail-Adressen mit Namen, Telefonnummern und Postanschriften. Bei Hallmark (ein mutmaßliches Datenleck, März 2026) und Canadian Tire (Oktober 2025) wurden dieselben Arten von Angaben offengelegt. Ob deine Adresse betroffen war, prüfst du mit einer Suche bei Have I Been Pwned.
Mit einer Adresse pro Shop verweist Spam an die Adresse, die du einem Shop gegeben hast, auf genau diesen Shop oder auf jemanden, mit dem er seine Liste geteilt hat. Was du als Nächstes tun kannst, hängt davon ab, wo du bist:
- EU und Vereinigtes Königreich: Widersprich der Werbung und verlange die Löschung, die dir Art. 17 Abs. 1 Buchst. c DSGVO gewährt, sobald du widersprochen hast (EU, UK). Das Geschäft kann deine Adresse auf einer Sperrliste behalten, damit es dich nicht erneut kontaktiert, wie das ICO empfiehlt (ICO). Verlass dich nicht auf eine Benachrichtigung über ein Datenleck: Art. 34 verlangt sie nur, wenn eine Verletzung „voraussichtlich ein hohes Risiko“ für dich zur Folge hat (UK). Handelt das Geschäft nicht, beschwer dich zuerst dort und dann beim ICO oder bei der Datenschutzbehörde deines Landes.
- Kalifornien: Fordere ein Unternehmen, das unter den CCPA fällt, auf, deine Daten zu löschen und sie weder zu verkaufen noch weiterzugeben (§1798.105, §1798.120). Ein Schadensersatzanspruch nach dem CCPA umfasst eine E-Mail-Adresse nur, wenn sie „in Kombination mit einem Passwort oder einer Sicherheitsfrage samt Antwort“ geleakt wurde (§1798.150).
- Übrige USA: Melde dich ab; danach darf das Geschäft deine Adresse weder verkaufen noch übertragen. Mehrere Bundesstaaten geben dir außerdem das Recht, von größeren Unternehmen die Löschung deiner Daten zu verlangen, zum Beispiel Virginia (Va. Code §59.1-577); wie du das beantragst, steht in der Datenschutzerklärung des Geschäfts.
Egal, wo du bist: Gib dem Geschäft zum Schluss in deinen Kontoeinstellungen eine neue Adresse und schalte die alte ab.
Wo CatchNone ins Spiel kommt
CatchNone gibt jedem Geschäft eine eigene Adresse und ist für iPhone, iPad und Mac erhältlich. Benenne einen Alias nach dem Geschäft, wähle „Erstellen & kopieren“ und füge ihn beim Bezahlen ein. Jede Nachricht ist mit dem Alias gekennzeichnet, an den sie ging. Schreiben dir also Fremde an den Alias eines Geschäfts, weißt du, dass diese Adresse weitergegeben wurde. Externe Bilder, auch die meisten Tracking-Pixel, bleiben blockiert, bis du sie lädst. Nachdem du bestätigt hast, sendet „Abmelden“ die Ein-Klick-Abmeldeanfrage einer Liste direkt aus der App, wenn die Liste das unterstützt. Andernfalls übergibt es deiner Mail-App eine vorab adressierte E-Mail, bei der das Geschäft sieht, dass sie von deiner Hauptadresse kommt, oder öffnet, wenn es keine E-Mail-Option gibt, die Webseite des Absenders.
Mit Premium brauchen zufällige @catchnone.com-Adressen weder Domain noch DNS noch Postfach, ihre Werbung bleibt aus deinem Hauptposteingang heraus, und schaltest du eine ab, bekommen Absender einen Rückläufer, auch bei Kassenbons. Jede Nachricht an sie wird ab Eingang 30 Tage lang aufbewahrt, und endet Premium, werden ihre Mails beim Eingang gelöscht, bis du erneut abonnierst und die App öffnest. Sichere Kassenbons, die du brauchst, deshalb mit „Teilen …“ als .eml-Dateien. Oder nutze Aliasse auf einer Domain, die dir gehört, bis zu 10 im Tarif „Kostenlos“ und unbegrenzt in Lite und Premium: Diese Mails bleiben in deinem eigenen Postfach bei deinem Anbieter, und CatchNone liest sie direkt von dort. Auf deiner eigenen Domain liest CatchNone nur den Posteingang, und einen Alias als „Nicht in Verwendung“ zu markieren, ist nur eine Kennzeichnung: Sperre die Adresse eines Geschäfts mit einer Regel bei deinem Mail-Anbieter. CatchNone empfängt bewusst nur; schreib dem Support eines Geschäfts deshalb aus deinem gewohnten Mail-Account und gib die Bestellnummer an.
Häufige Fragen
Warum bekomme ich Kassenbons per Mail von Geschäften, denen ich meine E-Mail-Adresse nie gegeben habe?
Deine Karte ist womöglich mit deiner E-Mail-Adresse verknüpft. Square zum Beispiel verknüpft die Adresse, die du für einen digitalen Kassenbon angegeben hast, mit deiner Karte und schickt Belege, wenn du damit bei anderen Square-Händlern bezahlst. Um das zu stoppen, wähle unten auf einem Square-Beleg „Manage Preferences“ (Einstellungen verwalten) und schalte „Receive automatic receipts“ (Automatische Belege erhalten) aus, oder schalte einzelne Händler unter „Businesses visited“ (Besuchte Unternehmen) aus. Um die Adresse zu trennen, wähle „Not Your Receipt?“ (Nicht dein Beleg?) und dann „Unlink“ (Verknüpfung aufheben) neben deiner E-Mail-Adresse (Square). Um auch die Werbung zu stoppen, schalte in deinem Square-Profil „Subscribe to marketing emails from Square and all Square sellers you visit“ (Werbe-E-Mails von Square und allen besuchten Square-Händlern abonnieren) aus (Square).
Kann ich meine E-Mail-Adresse von der Arbeit oder Schule zum Shoppen nutzen?
Besser nicht. Du verlierst das Postfach, wenn du den Job oder die Schule verlässt, und damit die Kassenbons, Garantieregistrierungen und Passwort-Zurücksetzungen für jedes Kundenkonto. Nutze stattdessen eine private Adresse oder eine Adresse pro Shop.
Ist es illegal, dass ein Geschäft nach meiner E-Mail-Adresse fragt?
Meist nicht: Das Recht regelt vor allem die Werbung, die danach kommt. Eine Ausnahme ist Kaliforniens Regel für Kreditkartenzahlungen, die eine E-Mail-Adresse erfassen kann, die ein Geschäft festhält, wenn du im Laden per Kreditkarte bezahlst.