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Gmail mit eigener Domain nutzen: kostenlos mit Cloudflare

Du kannst Gmail mit eigener Domain nutzen, ohne für Google Workspace zu bezahlen. Zieh das DNS der Domain zu Cloudflare um und schalte Cloudflare E-Mail-Routing ein: Es leitet Mails an die Adressen, die du festlegst, oder über eine Catch-all-Regel an jede beliebige Adresse kostenlos an deinen Gmail-Posteingang weiter. Die Domain selbst kostet trotzdem Geld: rund 10 bis 11 US-Dollar pro Jahr für eine .com-Domain bei einem Registrar, der zum Selbstkostenpreis verkauft, etwa Cloudflare (Stand: September 2026), und anderswo oft mehr. Mit dem kostenlosen Gmail unter deiner Domain zu senden, geht bald nicht mehr: Google entfernt „Senden als“ für Adressen von Drittanbietern im Januar 2027.

Die Menüpfade und Zahlen unten wurden am 25. September 2026 mit der Dokumentation von Google und Cloudflare abgeglichen. Wenn du auf diese Weise jeder Website eine eigene Adresse gibst, kann CatchNone diesen Gmail-Posteingang auf iPhone, iPad und Mac lesen und dir zeigen, an welche Adresse jede Nachricht ging.

Gmail mit eigener Domain nutzen: die Kurzfassung

  1. Lass das DNS deiner Domain von Cloudflare verwalten.
  2. Öffne in Cloudflare „Compute“ > „Email Service“ (E-Mail-Dienst) > „E-Mail-Routing“ und wähle „Onboard Domain“ (Domain einbinden).
  3. Füge unter „Destination Addresses“ (Zieladressen) deine Gmail-Adresse hinzu und wähle in der E-Mail von Cloudflare „Verify email address“ (E-Mail-Adresse bestätigen).
  4. Lege unter „Routing Rules“ (Routing-Regeln) eine Regel pro Adresse an oder schalte die „Catch-all rule“ (Catch-all-Regel) ein, jeweils mit „Send to an email“ (An eine E-Mail-Adresse senden) und deiner Gmail-Adresse.
  5. Schick eine Testmail von einem anderen Konto und sieh in Gmail nach, auch im Ordner „Spam“.
  6. Um unter deiner Domain zu senden, nutze „Senden als“, solange es das noch gibt, danach einen Relay-Dienst, Workspace oder einen Mail-Anbieter.

Was kostenlos ist, wenn du Gmail mit eigener Domain nutzt

Bestandteil Kosten (Stand: September 2026) Hinweise
Die Domain Rund 10 bis 11 US-Dollar pro Jahr für eine .com-Domain bei einem Registrar, der zum Selbstkostenpreis verkauft Cloudflare Registrar verlangt nicht mehr als die Gebühren der Registry und der ICANN. Der Großhandelspreis von Verisign für .com steigt am 1. November 2026 von 10,26 auf 10,97 US-Dollar (Domain Name Wire).
Cloudflare DNS und E-Mail-Routing Kostenlos Eingehende Mails sind im Tarif Workers Free „Unlimited“ (unbegrenzt) (Preise). Cloudflare muss das DNS deiner Domain verwalten.
Gmail Kostenlos Bis zu 15 GB, die du dir mit Google Drive und Google Fotos teilst.
Aus Gmail unter deiner Domain senden Bis Januar 2027 kostenlos über „Senden als“, sofern Gmail noch eine neue Adresse annimmt Kann bei DMARC für deine Domain durchfallen. Danach: Workspace, ein Relay-Dienst oder ein anderer Mail-Anbieter (siehe „Unter deiner Domain senden“ weiter unten).

Warum ältere Anleitungen nicht mehr funktionieren

Viele Anleitungen holen die Mails einer Domain mit „Check mail from other accounts“ (E-Mails von anderen Konten abrufen), also per POP, in Gmail. Google stellt diese Funktion ein: „Nach dem ersten Quartal 2026 steht diese Funktion neuen Nutzern nicht mehr zur Verfügung. Bestehende Nutzer können sie noch bis Januar 2027 verwenden.“

Eine einfache Weiterleitung funktioniert weiterhin. Googles FAQ zu den Änderungen bestätigt, dass ein anderer Anbieter weiterhin „Nachrichten automatisch an deine Gmail-Adresse weiterleiten“ kann, und genau das macht Cloudflare E-Mail-Routing.

Kann ein normales Gmail-Konto eine Catch-all- oder Wildcard-Adresse haben?

Nein. Ein privates @gmail.com-Konto hat keine Catch-all-Adresse (manchmal auch Wildcard-Adresse genannt). Es bietet nur Plus-Adressen und Varianten mit Punkten: Mails an janedoe+school@gmail.com oder jane.doe@gmail.com erreichen janedoe@gmail.com, und jeder kann den Zusatz oder die Punkte entfernen, um deine echte Adresse herauszufinden. Ein echter Catch-all, bei dem jeder beliebige Name vor dem @ funktioniert, braucht eine Domain, die dir gehört, und einen Dienst vor Gmail, der jede Adresse annimmt. Die Schritte unten richten das mit Cloudflare ein.

Schritt 1: das DNS deiner Domain zu Cloudflare umziehen

E-Mail-Routing funktioniert nur mit Domains, die Cloudflare DNS nutzen. Eine über Cloudflare Registrar gekaufte Domain tut das bereits, dann geht es direkt mit Schritt 2 weiter. Andernfalls gehst du im Cloudflare-Dashboard nach Cloudflares Anleitung zur vollständigen Einrichtung vor (Stand: September 2026):

  1. Öffne „Domains“ und wähle „Onboard a domain“ (Domain einbinden).
  2. Gib deine Domain ein, etwa example.com, wähle „Continue“ (Weiter) und entscheide dich für den Tarif Free.
  3. Prüfe die DNS-Einträge, die Cloudflare gefunden hat. Der schnelle Scan kann einige übersehen, vergleiche sie also mit denen bei deinem bisherigen DNS-Anbieter, vor allem die Einträge für deine Website.
  4. Ist bei deinem Registrar DNSSEC aktiviert, schalte es ab, bevor du die Nameserver änderst. Später kannst du es über Cloudflare wieder einschalten.
  5. Ersetze bei deinem Registrar die Nameserver durch die beiden, die Cloudflare dir zugewiesen hat, und übernimm sie exakt.
  6. Rechne mit bis zu 24 Stunden, bis die Änderung greift.

Ein Haken: E-Mail-Routing braucht die MX-Einträge von Cloudflare, und laut Cloudflare „kannst du E-Mail-Routing nicht mit externen Mailservern verwenden“. Empfängt die Domain schon Mails bei einem anderen Anbieter, ersetzt das Routing dessen MX-Einträge, und neue Mails erreichen diese Postfächer nicht mehr.

Wenn du dein DNS lieber dort lässt, wo es ist, können die E-Mail-Weiterleitung deines Registrars oder ein Weiterleitungsdienst wie ImprovMX Mails auf ähnliche Weise an Gmail weiterreichen; die Anleitung Catch-all bei jedem Anbieter einrichten behandelt sie.

Schritt 2: E-Mail-Routing einschalten und deine Gmail-Adresse bestätigen

Cloudflares Einrichtungsschritte, Stand: September 2026:

  1. Öffne im Dashboard „Compute“ > „Email Service“ (E-Mail-Dienst) > „E-Mail-Routing“.
  2. Wähle „Onboard Domain“ (Domain einbinden), wähle deine Domain aus, prüfe die MX-, SPF- und DKIM-Einträge, die Cloudflare hinzufügen wird, und wähle „Done“ (Fertig).
  3. Öffne „Destination Addresses“ (Zieladressen) und gib deine Gmail-Adresse ein.
  4. Öffne die E-Mail, die Cloudflare an Gmail schickt, und wähle „Verify email address“ (E-Mail-Adresse bestätigen).

Solange die Adresse nicht bestätigt ist, bleibt jede Regel, die auf sie zeigt, deaktiviert. Auf Cloudflare DNS greifen die Einträge meist innerhalb von 5 bis 15 Minuten, die Verbreitung kann aber bis zu 24 Stunden dauern.

Cloudflare legt MX-Einträge für seine Mailserver an, den SPF-Eintrag v=spf1 include:_spf.mx.cloudflare.net ~all und einen DKIM-Schlüssel unter cf2024-1._domainkey. Eine Domain darf nur einen SPF-Eintrag haben; hast du schon einen, führe beide zusammen und halte die SPF-Grenze von 10 DNS-Abfragen ein (Domain-Einstellungen). Lass das Dashboard die MX-Einträge anlegen, statt Hostnamen aus einer anderen Anleitung abzuschreiben.

Schritt 3: Adressen, eine Catch-all-Regel und Drop-Regeln anlegen

All das findest du unter „Compute“ > „Email Service“ (E-Mail-Dienst) > „E-Mail-Routing“: Wähle dort deine Domain und öffne den Tab „Routing Rules“ (Routing-Regeln) (Cloudflares Anleitung zu Regeln).

Eine Adresse nach der anderen

  1. Wähle „Create routing rule“ (Routing-Regel erstellen).
  2. Gib unter „Email pattern“ (E-Mail-Muster) den Teil vor dem @ ein, etwa shop, und wähle deine Domain.
  3. Stelle „Action“ (Aktion) auf „Send to an email“ (An eine E-Mail-Adresse senden), wähle unter „Destination“ (Ziel) deine Gmail-Adresse und speichere.

Leg keine zwei Regeln mit demselben Muster an: Nur die erste in der Liste verarbeitet Mails.

Die Catch-all-Regel

  1. Aktiviere unter „Routing Rules“ (Routing-Regeln) die „Catch-all rule“ (Catch-all-Regel), sodass sie als „Active“ (Aktiv) angezeigt wird.
  2. Stelle „Action“ (Aktion) auf „Send to an email“ (An eine E-Mail-Adresse senden) und wähle deine Gmail-Adresse.
  3. Wähle „Save“ (Speichern).

Jetzt erreicht jede Adresse auf deiner Domain Gmail, auch Adressen, die du dir spontan ausdenkst, etwa airline@example.com, und Tippfehler. Welche Vor- und Nachteile das hat, erklärt unser Artikel darüber, was eine Catch-all-E-Mail-Adresse ist.

Eine einzelne Adresse mit einer Drop-Regel stoppen

Sobald eine Adresse Spam anzieht, lege eine Routing-Regel für genau diese Adresse an und stelle „Action“ (Aktion) auf „Drop“ (Verwerfen). Laut Cloudflare „löscht“ Drop „E-Mails, die der Regel entsprechen, ohne sie weiterzuleiten“. Die Dokumentation sagt nicht ausdrücklich, dass eine spezifische Regel Vorrang vor der Catch-all-Regel hat, also teste es: Schick von einem anderen Konto eine Mail an diese Adresse und prüfe, ob das Activity log (Aktivitätsprotokoll) von E-Mail-Routing „Dropped“ (Verworfen) anzeigt.

Um eine Regel zu pausieren, ohne sie zu löschen, stelle ihren Schalter auf „Disabled“ (Deaktiviert). Ist die Catch-all-Regel aktiv, können Mails an diese Adresse trotzdem über den Catch-all ankommen; um sie zu stoppen, nutze also Drop.

Plus-Adressierung und Punkte

Mit aktiver Catch-all-Regel erreicht shop+news@example.com Gmail so oder so. Schalte unter „E-Mail-Routing“ > „Settings“ (Einstellungen) „Subaddressing“ (Plus-Adressierung) ein, wenn für diese Adresse die Regel von shop@example.com gelten soll, einschließlich einer Drop-Regel: Ohne Subaddressing stoppt das Verwerfen von shop@ nicht shop+news@. Anders als Gmail behandelt Cloudflare einen Punkt als normales Zeichen, j.smith und jsmith sind also verschiedene Adressen. Nicht-ASCII-Zeichen vor dem @ werden nicht unterstützt.

Testen

  1. Schick von einem anderen Konto, nicht von der bestätigten Gmail-Adresse, eine Nachricht an eine Adresse mit Routing-Regel, etwa shop@example.com. Cloudflare warnt, dass manche Anbieter Nachrichten verwerfen, die scheinbar von dem Konto kommen, an das sie zugestellt werden.
  2. Sieh in deinem Gmail-Posteingang und im Ordner „Spam“ nach.
  3. Ist die Nachricht nicht da, öffne das Activity log (Aktivitätsprotokoll) und sieh nach, ob es „Forwarded“ (Weitergeleitet), „Dropped“ (Verworfen), „Rejected“ (Abgelehnt) oder „Delivery failed“ (Zustellung fehlgeschlagen) anzeigt.

Unter deiner Domain senden – vor und nach Januar 2027

E-Mail-Routing empfängt nur. Laut Cloudflare „unterstützt es kein Senden oder Antworten von deiner Cloudflare-Domain“, eine Antwort aus Gmail geht also von deiner @gmail.com-Adresse aus.

Bevor du anfängst: Ab Januar 2027 kannst du laut Google „in Gmail keine E-Mails mehr von E-Mail-Konten von Drittanbietern senden“. Unternehmen, die auf „Senden als“ angewiesen sind, rät Google zu einem Desktop-Mailprogramm oder zu „Google Workspace für eine eigene Domain“; rechne also damit, dass das für eine Domain mit Cloudflare-Routing nicht mehr funktioniert. Google kündigt außerdem an, neue Einrichtungen schon vorher einzuschränken, der Dialog kann eine neue Adresse also bereits ablehnen.

Bis Januar 2027: „Senden als“

Googles Schritte für „Senden als“, in Gmail am Computer:

  1. Öffne „Einstellungen“ > „See all settings“ (Alle Einstellungen aufrufen) > „Konten & Import“ (oder „Konten“).
  2. Klicke bei „Senden als“ auf „Add another email address“ (Weitere E-Mail-Adresse hinzufügen).
  3. Gib deinen Namen und you@example.com ein und klicke auf „Next Step“ (Nächster Schritt).
  4. Gib die SMTP-Daten ein. Googles SMTP-Einstellungen sind smtp.gmail.com mit Port 587 und TLS oder Port 465 und SSL. Nimm deine vollständige Gmail-Adresse als Nutzernamen und ein Gmail-App-Passwort als Passwort und klicke dann auf „Add Account“ (Konto hinzufügen).
  5. Gmail schickt einen Bestätigungslink an you@example.com, den das Routing in dein Gmail zustellt. Klicke auf den Link darin. Fehlt die Mail, suche im Ordner „Spam“ nach send-as-noreply@google.com.

Laut Googles Hilfe gehen Antworten standardmäßig an deine Gmail-Adresse, es sei denn, du legst unter „Edit info“ (Informationen bearbeiten) > „Specify a different ‚reply to‘ address“ (Andere Antwortadresse angeben) eine andere fest.

DMARC-Warnung: So gesendete Mails sind als Gmail authentifiziert, nicht als deine Domain, und können deshalb bei DMARC für deine Domain durchfallen. Nach RFC 9989, dem aktuellen DMARC-Standard, besteht eine Nachricht nur, wenn SPF oder DKIM für eine Domain besteht, die zur Absenderadresse (From) passt. Veröffentlicht deine Domain p=quarantine oder p=reject, können Empfänger deine Mails in den Spam verschieben oder ablehnen.

Solange du so sendest, bleib bei p=none und sammle Sammelberichte (Aggregate Reports), was RFC 9989 Monitoring Mode nennt, oder steig auf einen Relay-Dienst um, der DKIM für deine Domain signiert. Empfänger in Gmail sehen neben deinem Namen außerdem eventuell „via“; laut Googles Hilfe zum Hinweis „via“ hilft eine DKIM-Signatur, die „mit deiner Domain verknüpft“ ist.

Deine aktuelle Richtlinie findest du in Cloudflare unter „DNS“ > „Records“ (Einträge) als TXT-Eintrag namens _dmarc. Das kostenlose DMARC Management von Cloudflare (DMARC-Verwaltung, unter „Email“ > „DMARC Management“) kann die Berichte sammeln. Um eine Nachricht zu prüfen, schick sie an ein anderes Konto, öffne sie in Gmail, wähle „More“ (Mehr) > „Show original“ (Original anzeigen) und lies die Zeilen für SPF, DKIM und DMARC.

Über einen Relay-Dienst senden, der für deine Domain signiert

Mit einem Relay-Dienst, der DKIM für deine Domain signiert, besteht DMARC, und er funktioniert aus einem Mailprogramm heraus auch dann noch, wenn „Senden als“ endet. Stand: September 2026:

  1. Registriere dich bei einem Relay-Dienst wie SMTP2GO. Der Dienst lehnt Gmail-Adressen bei der Registrierung ab, nimm also you@example.com, deren Mails das Routing in dein Gmail zustellt.
  2. Füge deine Domain beim Relay-Dienst hinzu und übernimm die angezeigten DNS-Einträge in Cloudflare unter „DNS“ > „Records“ (Einträge). Stelle jeden CNAME auf „DNS only“ (Nur DNS) und übernimm jedes SPF-include in deinen einzigen v=spf1-Eintrag.
  3. Trage bis Januar 2027 in Schritt 4 von „Senden als“ statt smtp.gmail.com den SMTP-Server, den Port, den Nutzernamen und das Passwort des Relay-Dienstes ein.
  4. Danach liest du Gmail per IMAP in einem Desktop-Mailprogramm und gibst you@example.com den Relay-Dienst als Postausgangsserver. In Thunderbird: ☰ > „Account Settings“ (Konten-Einstellungen) > dein Gmail-Konto > „Manage Identities…“ (Identitäten verwalten…) > „Add“ (Hinzufügen) (Anleitung von Mozilla).
  5. Schick eine Testmail an ein anderes Konto und prüfe unter „Show original“ (Original anzeigen), ob DKIM und DMARC für deine Domain bestehen.

Nach Januar 2027: deine Möglichkeiten

Möglichkeit Kosten (Stand: September 2026) Abwägung
Google Workspace Ab 7 US-Dollar pro Nutzer und Monat (siehe unten) Ein echtes Gmail-Postfach auf deiner Domain. Seine MX-Einträge ersetzen E-Mail-Routing.
Ein Desktop-Mailprogramm, das Gmail per IMAP liest und über ein SMTP-Relay sendet Manche Relay-Dienste haben kostenlose Tarife; der von SMTP2GO umfasst bis zu 1.000 E-Mails im Monat und 200 am Tag Du sendest aus dem Mailprogramm, nicht auf der Gmail-Website. Mit einem Relay-Dienst, der DKIM für deine Domain signiert, besteht DMARC.
Cloudflare Email Sending (E-Mail-Versand, Beta) als dieser Relay-Dienst Workers Paid, ab 5 US-Dollar im Monat, mit 3.000 inklusiven E-Mails, danach 0,35 US-Dollar pro 1.000 Laut Cloudflare ist der Dienst „nur für Transaktions-E-Mails gedacht“. SMTP ist smtp.mx.cloudflare.net, Port 465, und das Passwort ist ein Cloudflare-API-Token. Nachrichten sind samt Anhängen auf 5 MiB begrenzt. Der Dienst legt einen eigenen DMARC-Eintrag an, prüf also die Richtlinie.
Ein Mail-Anbieter, der eigene Domains unterstützt Ab kostenlos: Der Tarif Forever Free von Zoho Mail umfasst eine Domain und bis zu 5 Nutzer, ohne IMAP oder POP, wo er angeboten wird; iCloud+ und Fastmail kosten Geld Senden und Empfangen an einem Ort, aber die MX-Einträge wechseln zu diesem Anbieter. Siehe E-Mail-Anbieter für eine eigene Domain.

Cloudflare E-Mail-Routing funktioniert nicht oder Mails landen im Spam: Lösungen

Mails, die nie ankommen

Fang mit dem Activity log (Aktivitätsprotokoll) von E-Mail-Routing an. Es zeigt für bis zu 30 Tage rückwirkend, ob jede Nachricht unter anderem „Forwarded“ (Weitergeleitet), „Dropped“ (Verworfen), „Rejected“ (Abgelehnt) oder „Delivery failed“ (Zustellung fehlgeschlagen) war, jeweils mit den Ergebnissen für SPF, DKIM und DMARC. Erklärt das Protokoll es nicht, prüfe der Reihe nach:

  1. Das Ziel ist nicht bestätigt. Seine Regeln bleiben deaktiviert.
  2. Du hast vom selben Gmail-Konto aus getestet. Teste von einem anderen Konto.
  3. Cloudflare hat die Mail abgelehnt. Laut Cloudflares Postmaster-Seite werden eingehende Mails abgelehnt, wenn sie an der DMARC-Richtlinie des Absenders scheitern, weder SPF noch DKIM bestehen oder von einem Absender auf einer Sperrliste kommen (ein 554-Fehler). Beheben kann das nur der Absender.
  4. Die Mail ist größer als 25 MiB. Cloudflare lehnt alles Größere ab.
  5. Das DNS stimmt nicht. Zwei SPF-Einträge oder übrig gebliebene MX-Einträge eines alten Anbieters legen das Routing lahm. Cloudflares Anleitung zur Fehlerbehebung empfiehlt, jeden v=spf1-Eintrag zu löschen und die Domain neu einzubinden, wenn du nicht sicher bist, welchen du behalten sollst.

Absender erfahren nicht immer von Fehlern, weil E-Mail-Routing keine Unzustellbarkeitsberichte weiterleitet.

Mails, die in Gmail im Spam landen

Cloudflare schreibt den Envelope-Absender um, damit SPF bei Gmail besteht, fügt DKIM-Signaturen hinzu und unterstützt ARC. Gmail führt trotzdem eigene Prüfungen durch und kann erwünschte Mails als Spam einsortieren. Googles Lösungen für fälschlich als Spam markierte Mails sind „Not spam“ (Kein Spam), den Absender zu Google Kontakte hinzuzufügen oder ein Filter. So deckst du alle weitergeleiteten Adressen ab, in Gmail am Computer:

  1. Klicke in der Suchleiste auf „Show search options“ (Suchoptionen anzeigen).
  2. Gib unter „To“ (An) deine Domain ein, etwa @example.com, und klicke auf „Search“ (Suchen), um zu prüfen, ob die weitergeleiteten Mails erscheinen.
  3. Klicke auf „Create filter“ (Filter erstellen), setze ein Häkchen bei „Never send it to Spam“ (Nie als Spam einstufen) und klicke noch einmal auf „Create filter“.

Googles eigenes Beispiel filtert nach Absender, teste also diese Variante für die ganze Domain; sie funktioniert meist, kann aber Mails übersehen, die deine Adresse nicht nennen, etwa Nachrichten in Bcc. Googles Hinweise zur Weiterleitung warnen außerdem: Werden weitergeleitete Nachrichten erst einmal als Spam markiert, landen spätere eher ebenfalls dort – ein weiterer Grund, für Adressen, die nur Spam bekommen, eine Drop-Regel anzulegen.

Grenzen der kostenlosen Lösung

Stand: September 2026, laut Cloudflares Seite zu Limits und Googles Hilfe:

Limit Wert
Routing-Regeln pro Domain 200 (eine Catch-all-Regel deckt jede Adresse ab)
Zieladressen pro Cloudflare-Konto 200, über alle Domains hinweg
Ziele pro Regel 1 (ein Worker kann an mehrere weiterleiten)
Größe eingehender Nachrichten 25 MiB; größere Nachrichten werden abgelehnt
Domains und Subdomains pro Zone 30, einschließlich der Domain selbst
Senden mit Gmail Ab mehr als 500 Empfängern in einer Nachricht oder 500 E-Mails am Tag stößt du eventuell an ein Limit
Adressen für „Senden als“ Bis zu 99, bis Januar 2027

Die Kosten, die sich nicht in Dollar bemessen: Cloudflare verwaltet das gesamte DNS deiner Domain, und deine Mails laufen über Cloudflare, bevor Google sie speichert und filtert.

Wann sich Google Workspace lohnt

Workspace lohnt sich, wenn du auch nach dem Ende von „Senden als“ direkt aus Gmail unter deiner Domain senden, dich mit deiner Domain bei Gmail anmelden oder mehreren Personen ein Postfach geben willst. Stand: September 2026 kostet Business Starter 7 US-Dollar pro Nutzer und Monat im Jahrestarif oder 8,40 US-Dollar im flexiblen Tarif, mit 14 Tagen Testzeitraum, 30 GB gemeinsam genutztem Speicherplatz pro Nutzer, bis zu 30 Aliassen pro Nutzer und einer Catch-all-Adresse über das Standardrouting. Wenn du nur empfangen musst und Antworten von deiner @gmail.com-Adresse für dich in Ordnung sind, reicht die kostenlose Lösung.

Jede Catch-all-Adresse getrennt lesen

Alles landet in einem Gmail-Posteingang. Um die Mails einer Adresse zu sehen, suche nach to:shop@example.com oder erstelle für diese Adresse einen Filter mit „Apply the label“ (Label anwenden). Apps, die Gmail per IMAP lesen, brauchen „Über Google anmelden“ oder ein App-Passwort; unsere Anleitung zu Gmail-App-Passwort und IMAP-Einstellungen erklärt, wie du eines erstellst und warum die Option fehlen kann.

Weitergeleitete Mails in CatchNone nach Adresse lesen

CatchNone gibt jeder Adresse auf deiner Catch-all-Domain ihren eigenen Platz. Die App liest den Gmail-Posteingang, den dein Routing füllt, direkt von deinem Gerät aus und nur lesend, und zeigt jede Nachricht unter der Adresse, an die sie ging, sodass eine geleakte oder verkaufte Adresse auffällt. Mails an eine Adresse, die du nie erstellt hast, erscheinen mit einem grauen Badge, und erstellst du später einen Alias für diese Adresse, bekommt sie dadurch einen Namen. Der Tarif „Kostenlos“ umfasst bis zu 10 Aliasse auf deiner eigenen Domain, mit Lite und Premium gibt es dort kein Limit. CatchNone ist erhältlich für iPhone, iPad und Mac.

In der Einrichtung „Erweitert“ („Eigene Domain nutzen“) verbindest du Gmail von Hand per IMAP (imap.gmail.com, Port 993, TLS) mit einem Gmail-App-Passwort, weil die App „Über Google anmelden“ nicht unterstützt. Die App liest nur, das App-Passwort selbst gibt aber vollen Zugriff auf dein Gmail. Google bietet App-Passwörter nicht bei jedem Konto an und widerruft sie, wenn du das Passwort deines Google-Kontos änderst; ohne App-Passwort leite den Catch-all an eine Adresse bei iCloud Mail oder Fastmail weiter, die App-Passwörter anbieten, oder zieh die Mails der Domain dorthin um, wie bei iCloud+ mit eigener Domain.

CatchNone ist bewusst eine reine Empfangs-App, du antwortest also weiterhin aus Gmail. Die App liest nur den Posteingang; Mails, die Gmail in „Spam“ einsortiert oder die ein Filter archiviert, erscheinen also nicht (der Filter mit „Never send it to Spam“ von oben hilft). Jeder Abruf, wenn du die App öffnest oder aktualisierst, umfasst die neuesten 100 Nachrichten im Posteingang aus den letzten 30 Tagen, und importiert werden nur Nachrichten, deren An-, Cc- oder Bcc-Zeile eine Adresse auf deiner Domain nennt. Einen Alias als „Nicht in Verwendung“ zu markieren, ist nur eine Kennzeichnung; stoppe eine Adresse also mit einer Drop-Regel in Cloudflare.

Willst du dir Domain, DNS und Routing ganz sparen, gibt dir Premium für jede Anmeldung eine eigene @catchnone.com-Adresse, und diese Mails erreichen deinen Gmail-Posteingang nie. Schaltest du eine ab, bekommen Absender einen Rückläufer.

Häufige Fragen

Was ist Cloudflare E-Mail-Routing, und gehört es zu Google?

Es ist die kostenlose E-Mail-Weiterleitung von Cloudflare, kein Dienst von Google. Durch die MX-Einträge von Cloudflare wird sie zum Mailserver deiner Domain: Sie nimmt jede Nachricht an, prüft SPF, DKIM und DMARC, schreibt den Envelope-Absender um und reicht die Nachricht an ein von dir bestätigtes Ziel weiter, Gmail oder einen beliebigen anderen Posteingang.

Ist Cloudflare E-Mail-Routing sicher und zuverlässig?

Du vertraust deine Mails sowohl Cloudflare als auch Google an. Das größere Risiko ist die Kontrolle: Wer in dein Cloudflare-Konto gelangt, kann die Mails für jede Adresse der Domain umleiten, und wer die Domain kauft, nachdem sie ausgelaufen ist, bekommt diese Mails, einschließlich der Mails zum Zurücksetzen von Passwörtern. Schalte bei Cloudflare die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein, lass die Domain automatisch verlängern und lies nach, was passiert, wenn eine E-Mail-Domain ausläuft. Die Grenzen der Zuverlässigkeit sind dokumentiert: Strenge DMARC-Richtlinien können weitergeleitete Mails scheitern lassen, Mails über 25 MiB werden abgelehnt, und Absender erfahren nicht immer von Fehlern; prüfe also bei jeder Nachricht, die nicht angekommen ist, das Activity log (Aktivitätsprotokoll).

Kann ich mich mit meiner eigenen Domain bei Gmail anmelden?

Nicht mit dem kostenlosen Gmail: Du meldest dich mit deiner @gmail.com-Adresse an, und die Domain leitet nur dorthin weiter. Für einen Gmail-Posteingang, bei dem du dich als you@example.com anmeldest, brauchst du Google Workspace. Du kannst auch ein kostenloses Google-Konto mit deiner eigenen Adresse statt einer Gmail-Adresse erstellen, etwa für YouTube oder Google Drive, aber es hat keinen Gmail-Posteingang.

Funktioniert E-Mail-Routing auch mit einer Subdomain?

Ja. Wähle in „E-Mail-Routing“ deine Hauptdomain, öffne „Settings“ (Einstellungen) und gib die Subdomain unter „Subdomains“ ein. Cloudflare legt seine Einträge dafür an, und du erstellst Regeln für sie auf dieselbe Weise.

Wie schalte ich es ab oder wechsle zu einem anderen Anbieter?

„Disable Email Routing“ (E-Mail-Routing deaktivieren) unter „E-Mail-Routing“ > „Settings“ (Einstellungen) entfernt die MX-, SPF- und DKIM-Einträge, die das Routing angelegt hat. Für einen Umzug ohne Lücke wähle dort zuerst bei diesen Einträgen „Unlock“ (Entsperren), füge die Einträge des neuen Anbieters hinzu und deaktiviere das Routing, sobald die neue Lösung funktioniert.

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