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Fastmail Masked Email mit eigener Domain oder Catch-all

Ja, Fastmail Masked Email funktioniert auch mit deiner eigenen Domain. Ein Admin des Kontos wählt dafür unter „Settings“ (Einstellungen) → „Users & Sharing“ (Nutzer und Freigabe) → „Team settings“ (Team-Einstellungen) eine eigene Domain aus, und neue Masked-Email-Adressen werden dann auf ihr erzeugt, etwa dog.food3495@example.com. Die Domain muss vorher in Fastmail eingerichtet sein, und dafür brauchst du einen Tarif oberhalb von Basic. Die beiden anderen Wege zu einer eigenen Adresse pro Website auf dieser Domain sind ein Catch-all-Alias (Wildcard) und die Subdomain-Adressierung, bei denen du dir jede Adresse selbst ausdenkst.

Die Angaben zu Fastmail unten wurden am 25. September 2026 mit Fastmails Hilfeseiten abgeglichen. Egal, wofür du dich entscheidest: CatchNone kann deinen Fastmail-Posteingang auf iPhone, iPad und Mac lesen und jede Nachricht mit einem Badge für die Adresse versehen, die sie erreicht hat. So fällt eine weitergegebene oder verkaufte Adresse auf.

Drei Wege zu einer eigenen Adresse pro Website bei Fastmail

  • Masked Email. Fastmail erzeugt für jede Website eine zufällige Adresse, und du fügst eine Beschreibung hinzu. Du kannst sie in Fastmail, 1Password oder Bitwarden erstellen.
  • Catch-all-Alias. Ein einziger Alias, *@example.com, nimmt Mails an jede beliebige Adresse auf deiner Domain an. So kannst du shop@example.com in ein Anmeldeformular eintippen, ohne die Adresse vorher anzulegen.
  • Subdomain-Adressierung. Du denkst dir Adressen wie shop@you.example.com aus, die auf einer Adresse aufbauen, die du schon hast: you@example.com. Sie ist standardmäßig aktiv.

Nichts in Fastmails Hilfe spricht dagegen, alle drei auf einer Domain zu kombinieren, allerdings ist nicht jedes Zusammenspiel dokumentiert (mehr dazu unten). Stand September 2026 setzen eigene Domains voraus, dass mindestens ein Admin des Kontos einen anderen Tarif als Basic hat: Individual, Duo, Family oder einen der Business-Tarife Standard oder Professional. Wenn du noch einen Anbieter suchst, sieh dir unseren Vergleich der E-Mail-Anbieter für eine eigene Domain an.

Fastmail Masked Email mit eigener Domain einrichten

In der Weboberfläche:

  1. Öffne „Settings“ → Domains, klicke auf Add or buy domain (Domain hinzufügen oder kaufen) → Use a domain you already own (Eine Domain nutzen, die dir schon gehört) und schließe die DNS-Einrichtung ab (Fastmails Anleitung für eigene Domains). Nur Admins des Kontos können Domains verwalten.
  2. Öffne „Settings“ → Users & Sharing → Team settings und wähle diese Domain für Masked Email aus.
  3. Öffne „Settings“ → Masked Email und klicke auf New Masked Email address (Neue Masked-Email-Adresse).
  4. Füge eine Beschreibung hinzu, etwa den Namen der Website, und klicke auf Save (Speichern).

Die Einstellung gilt für das ganze Konto, du kannst also nicht für jede Adresse eine eigene Domain wählen (Fastmails Entwicklerdokumentation). Was mit bestehenden Adressen passiert, wenn du sie änderst, dokumentiert Fastmail nicht.

In seinen FAQ zu Masked Email nennt Fastmail die Wahl einen Kompromiss: Adressen auf deiner eigenen Domain lassen sich leichter mit dir in Verbindung bringen als solche auf der gemeinsam genutzten Domain fastmail.com, dafür „bleiben sie portabel“. In der Praxis heißt das: Wenn du Fastmail irgendwann verlässt, empfängt ein Catch-all bei deinem neuen Anbieter weiterhin die Mails an jede Masked-Email-Adresse auf deiner Domain. Adressen auf fastmail.com bleiben zurück.

Laut Fastmails Hilfe zu Masked Email landen Mails an diese Adressen standardmäßig in deinem Posteingang, zeigen die Beschreibung mit einem Maskensymbol an und tragen einen Header Fastmail-MaskedEmail, auf den du eine Regel ansetzen kannst. Antworten gehen standardmäßig von der Masked-Email-Adresse aus; um von einer solchen Adresse aus eine neue Nachricht zu beginnen, klicke im Menü „From“ (Von) auf Show all (Alle anzeigen).

Aus 1Password oder Bitwarden

  • 1Password: Öffne „Settings“ → Masked Email → Connect to 1Password (Mit 1Password verbinden) und bestätige den Zugriff. Wähle auf einer Anmeldeseite das E-Mail-Feld aus und dann Create Masked Email (Masked Email erstellen) und anschließend Fill Email (E-Mail ausfüllen). Laut Hilfe von 1Password setzt das 1Password im Browser voraus: auf Mac, Windows oder Linux oder in Safari auf iPhone und iPad.
  • Bitwarden: Erstelle ein Fastmail-API-Token, das nur die Berechtigung Masked Email hat (Schritte unten). Wähle im Generator von Bitwarden „Username“ (Benutzername), stelle den Typ auf Forwarded email alias (Weitergeleiteter E-Mail-Alias) und den Dienst auf Fastmail und füge das Token in das Feld „API key“ (API-Schlüssel) ein (in Fastmails Hilfe heißt es API Access Token, also API-Zugriffstoken). Stand September 2026 führt Bitwardens Hilfe Fastmail für die meisten seiner Apps auf, aber nicht für die Mobil-App. Auf dem Smartphone nutzt du also die App von Fastmail oder 1Password in Safari.

Limits für Masked Email und Aliasse

Stand September 2026 kann ein Fastmail-Konto laut der Seite Account limits (Kontolimits) bis zu 600 Aliasse plus 15 pro Nutzer haben. Ein Catch-all zählt als ein Alias, und jede Adresse darunter, die du mit den Schritten weiter unten sperrst, kommt als weiterer hinzu.

Für Masked Email gelten eigene Obergrenzen, für die Gesamtzahl pro Nutzer und dafür, wie viele in einem bestimmten Zeitraum erstellt werden können, Fastmail veröffentlicht aber keine der beiden Zahlen. Wenn das Erstellen fehlschlägt, rät die Hilfe zu Masked Email, es in 24 Stunden erneut zu versuchen oder den Support zu kontaktieren. Ob Masked-Email-Adressen auch als Aliasse zählen, sagt Fastmail nicht.

Catch-all-Aliasse (Wildcard) bei Fastmail

Der Catch-all-Alias von Fastmail stellt „alle Mails an jede beliebige Adresse auf einer eigenen Domain“ in deinem Konto zu. Wenn das Konzept neu für dich ist, lies, was eine Catch-all-Adresse ist und warum sie Spam anzieht. So legst du ihn an (Fastmails Hilfe zum Catch-all):

  1. Öffne „Settings“ → My email addresses (Meine E-Mail-Adressen) und klicke auf Add address (Adresse hinzufügen).
  2. Klicke auf Create an alias (Einen Alias erstellen).
  3. Gib * ein und wähle im Menü deine Domain aus, sodass dort *@example.com steht. Klicke auf Create alias (Alias erstellen).
  4. Lege die Optionen für Zustellung und Verfassen fest und klicke dann auf Save.

So verhält er sich:

  • Ein konkreter Alias hat Vorrang. Mails an eine Adresse, die du separat angelegt hast, gehen an diesen Alias, nicht an den Catch-all.
  • Adressaktionen gelten mit. Eine Aktion am Catch-all, etwa das Verschieben von Mails in einen Ordner, gilt für jede Nachricht, die er auffängt, aber nicht für konkrete Aliasse.
  • Neue Aliasse können bis zu 15 Minuten brauchen, bis sie funktionieren, und Mails, die in dieser Zeit an sie gehen, können an den Absender zurückgehen.
  • Du kannst von jeder Adresse senden. Wähle den Catch-all als Absenderadresse („From“) und tippe den Teil vor dem @ ein.

Subdomain-Adressierung: anything@you.example.com

Subdomain-Adressierung ist Plus-Adressierung in Form einer Subdomain: Der Zusatz rückt vor das @, und dein Alias wird Teil der Domain. Wenn you@example.com eine deiner Adressen ist, wird eine Mail an shop@you.example.com als you+shop@example.com zugestellt. Fastmail bietet das an, weil manche Websites Adressen mit einem + fälschlich ablehnen – ein Problem, das unser Ratgeber zur Plus-Adressierung und wo sie scheitert behandelt.

Sie funktioniert ohne Einrichtung für jeden Alias, solange Mails an Subdomains bei Fastmail ankommen:

  • Nameserver bei Fastmail: nichts zu tun.
  • Nur MX-Einträge: Füge MX-Einträge für *.example.com hinzu, die auf in1-smtp.messagingengine.com (Priorität 10) und in2-smtp.messagingengine.com (Priorität 20) zeigen. Fastmails Seite zur manuellen DNS-Konfiguration warnt, dass „ein A-Eintrag den Wildcard-MX-Eintrag der Subdomain verdeckt“. Wenn you.example.com also einen eigenen A-Eintrag hat, gib ihr dieselben beiden MX-Einträge.

Die Regeln laut Fastmails Hilfe zu Plus- und Subdomain-Adressierung:

  • Der Alias, den du zur Subdomain machst (you in you@example.com), darf keinen Punkt und keinen Unterstrich enthalten.
  • Es funktioniert nur eine Ebene: shop@you.example.com geht, a@shop.you.example.com nicht.

Außerdem werden Mails automatisch einsortiert: Wenn der Teil vor dem @ einem Ordnernamen entspricht, überspringt die Nachricht den Posteingang und landet in diesem Ordner. Beim Abgleich spielt Groß- und Kleinschreibung keine Rolle, und Bindestriche, Unterstriche und Leerzeichen gelten als gleich, sodass online-shop@you.example.com im Ordner „Online Shop“ landet. Eine Regel, die die Nachricht einsortiert, hat Vorrang.

Jede Domain hat drei Optionen für Subdomains, zu finden unter „Settings“ → Domains → Edit (Bearbeiten) neben der Domain → Routing → Manage (Verwalten):

  1. anything@alias.example.com als alias+anything@example.com zustellen. Das ist die Standardeinstellung, und Fastmail empfiehlt, sie beizubehalten.
  2. Die Subdomain ignorieren und an alias@example.com zustellen.
  3. Alle Mails an Subdomains ablehnen.

Masked Email, Catch-all oder Subdomain-Adressierung im Vergleich

Stand: September 2026, nach den Hilfeseiten der Anbieter.

CatchNone Masked Email Catch-all-Alias Subdomain-Adressierung
Beispiel a2b3-c4dv@example.com dog.food3495@example.com shop@example.com shop@you.example.com
Wer die Adresse wählt Du, oder CatchNone erzeugt eine Fastmail, per Zufall Du, im Anmeldeformular Du, im Anmeldeformular
Vorher anlegen? Nein: Auf deinem Catch-all erscheint jede Adresse Ja, in Fastmail oder einem Passwort-Manager Nein Nein
Welche Adresse erreicht wurde Ein Badge an jeder Nachricht Die Beschreibung, mit Maskensymbol Nur in der Zeile „An“ Der Ordnername, falls einer passt
Wo du sie liest In einer eigenen App, eine Liste pro Alias Standardmäßig im Posteingang Im Posteingang oder gemäß den Aktionen des Catch-all Im passenden Ordner, sonst im Posteingang
Eine Adresse abschalten @catchnone.com: abschalten (Mails gehen zurück); deine Domain: in Fastmail Blockieren (Mails in den Papierkorb) oder löschen (Mails gehen zurück) Als Alias anlegen, dann „Disable“ (Mails gehen zurück) Kein Schalter; eine Regel oder Sieve
Limit Kostenlos: 10 Aliasse; Lite und Premium: unbegrenzt auf eigener Domain Obergrenzen für Gesamtzahl und Erstellung, Zahlen unveröffentlicht Teil der 600 Aliasse + 15 pro Nutzer Keins veröffentlicht

CatchNone empfängt bewusst nur: Es liest und sortiert die Mails, und du antwortest aus Fastmail. Auf deiner eigenen Domain bleiben diese Mails außerdem in deinem Fastmail-Posteingang; @catchnone.com-Adressen (Premium) halten sie ganz aus Fastmail heraus.

In jedem Fall zeigt die Zeile „An“ (To) das, was der Absender eingetragen hat, und bei Mails in Bcc taucht deine Adresse unter Umständen gar nicht auf. Fastmail fügt zwei Header hinzu, die zeigen, wohin eine Nachricht wirklich ging (Seite zum Zustellungsablauf): X-Delivered-to, die Adresse, die der Absender verwendet hat, und X-Resolved-to, die Adresse, an die sie nach dem Umschreiben von Subdomain und Alias schließlich zugestellt wurde.

Eine einzelne Adresse abschalten

Eine Masked-Email-Adresse

Öffne „Settings“ → Masked Email, suche die Adresse mit Search Masked Email (Masked Email durchsuchen) und blockiere oder lösche sie. Eine blockierte Adresse schickt neue Mails in den Ordner „Trash“ (Papierkorb), der Absender bekommt also keinen Rückläufer, und du kannst sie dort weiterhin lesen. Eine gelöschte Adresse schickt neue Mails an den Absender zurück, und du kannst sie jederzeit über Review deleted masked addresses (Gelöschte maskierte Adressen ansehen) wiederherstellen. In 1Password blockiert Block Incoming Emails (Eingehende E-Mails blockieren) die Adresse, löschen musst du sie aber in Fastmail.

Eine Adresse im Catch-all

Ein Catch-all hat keinen Schalter pro Adresse, du legst die Adresse deshalb als eigenen Alias an und deaktivierst ihn:

  1. Öffne „Settings“ → My email addresses → Add address → Create an alias.
  2. Gib die Adresse ein, die du stoppen willst, klicke auf Create alias und dann auf dem nächsten Bildschirm auf Save.
  3. Öffne „Settings“ → Users & Sharing → Aliases (Aliasse) und klicke auf diesen Alias.
  4. Klicke auf Show advanced preferences (Erweiterte Einstellungen anzeigen; in Fastmails Hilfe zu Aliassen heißt es Show advanced delivery preferences) und aktiviere im Abschnitt Disable (Deaktivieren) das Kästchen, mit dem alle Mails an diese Adresse abgelehnt werden.
  5. Klicke auf Save.

Mails an diese Adresse gehen jetzt an den Absender zurück, und der Rest der Domain funktioniert weiter. Wenn du den Rückläufer vermeiden willst, lass das Kästchen bei „Disable“ leer und gib dem Alias stattdessen die Adressaktion Delete to trash (In den Papierkorb löschen): Seine Mails landen dann in deinem Ordner „Trash“, und deine Regeln werden nicht auf sie angewendet.

Eine Subdomain-Adresse

Für eine einzelne Subdomain-Adresse dokumentiert Fastmail keinen Schalter. Zwei Werkzeuge kommen dem nahe:

  • Eine Regel unter „Settings“ → Filters & Rules (Filter und Regeln) → Create rule (Regel erstellen) (Fastmails Hilfe zu Regeln) kann auf das Feld To/Cc/Bcc reagieren und Delete to trash oder Send to spam (In den Spam verschieben) anwenden. Ihre Bedingung Anywhere (Überall) durchsucht auch X-Delivered-to und erfasst so Bcc-Kopien, sie durchsucht aber auch den Nachrichtentext. Prüfe deshalb die Vorschau der passenden Nachrichten, bevor du speicherst.
  • Eigener Sieve-Code mit reject erzeugt einen echten Rückläufer. Nutze dafür Edit custom Sieve code (Eigenen Sieve-Code bearbeiten) auf derselben Seite (Fastmails Hilfe zu Sieve).

Fastmail dokumentiert beide Werkzeuge, aber nicht genau diesen Einsatz, schick also zuerst eine Testnachricht. Die dritte Routing-Option oben lehnt alle Subdomain-Adressen der Domain auf einmal ab.

Was passiert, wenn du die Domain entfernst

  • Masked Email: Laut Fastmail werden die Adressen auf dieser Domain gelöscht, und Mails an sie gehen an den Absender zurück. Ob sie wiederkommen, wenn du die Domain erneut hinzufügst, sagt Fastmail nicht.
  • Aliasse und der Catch-all: Fastmail löscht eine Domain erst, wenn keine Aliasse, Nutzer oder Websites sie mehr verwenden. Danach werden Mails an die Domain abgelehnt, falls ihre MX-Einträge noch auf Fastmail zeigen.

Fastmails Anleitung zum Löschen erwähnt Masked Email nicht, verlass dich also nicht auf eine Warnung. Notiere dir vorher die Adressen unter „Settings“ → Masked Email; an ihren Beschreibungen siehst du, welche Website welche Adresse nutzt. Wenn du die Domain aufgibst, ändere deine E-Mail-Adresse auf diesen Websites. Wenn du sie zu einem anderen Anbieter umziehst, richte dort einen Catch-all ein, bevor du die MX-Einträge umstellst. Dann empfängt jede Adresse auf der Domain weiter Mails, Masked-Email-Adressen und ausgedachte Adressen gleichermaßen.

Welcher Weg passt zu dir?

  • Du willst auf iPhone, iPad und Mac sehen, welche Adresse jede Nachricht erreicht hat: CatchNone, das deinen Catch-all liest (Details unten).
  • Du meldest dich im Browser mit 1Password oder Bitwarden an: Masked Email. Adresse und Passwort entstehen zusammen.
  • Deine Adressen sollen lieber nicht auf deine eigene Domain verweisen: @catchnone.com-Adressen mit CatchNone Premium oder Masked Email auf fastmail.com, das sich viele Nutzer teilen.
  • Vielleicht verlässt du Fastmail eines Tages: alles auf deiner eigenen Domain. Masked Email auf fastmail.com kann nicht mit dir umziehen.
  • Du denkst dir überall Adressen aus, auch auf Papier oder am Telefon: der Catch-all. Bitwardens Typ „Catch-all email“ kann dir auch zufällige erzeugen.
  • Du sortierst Mails in Ordner: Die Subdomain-Adressierung sortiert sie für dich ein.
  • Konten, die du jahrelang behältst, etwa bei deiner Bank: ein normaler Alias. Fastmail gestaltet Aliasse für die „dauerhafte Nutzung“ und Masked Email für Anmeldungen.
  • Jede weitergegebene Adresse soll sauber an den Absender zurückgehen: @catchnone.com-Adressen (eine abschalten), Masked Email (die Adresse löschen) oder der Catch-all (den Alias deaktivieren).

Du kannst sie auch kombinieren: Masked Email für Anmeldungen, ein Catch-all für alles andere. Ob der Catch-all Mails an eine gelöschte Masked-Email-Adresse auf derselben Domain auffängt, dokumentiert Fastmail nicht. Teste es also, bevor du dich auf den Rückläufer verlässt.

Eine andere App deine Mails lesen lassen: API-Token oder App-Passwort

Wenn sich eine App verbindet, indem sie dich den Zugriff in Fastmail bestätigen lässt (OAuth), wie es 1Password tut, nutze diesen Weg: Fastmail zeigt dir, welche Daten geteilt werden, bevor du zustimmst. Andernfalls ist ein JMAP-API-Token mit nur den Berechtigungen, die die App braucht, der Zugang mit den engsten Rechten. Ein App-Passwort mit Mail-Zugriff erlaubt der App außerdem, Mails zu senden und Nachrichten zu verschieben oder zu löschen. In den Basic-Tarifen gibt es weder Tokens noch App-Passwörter.

Ein JMAP-API-Token

Laut Fastmails Hilfe zu API-Tokens:

  1. Öffne „Settings“ → Privacy & Security (Datenschutz und Sicherheit), suche Connected apps & API tokens (Verbundene Apps und API-Tokens) und klicke auf Manage API tokens (API-Tokens verwalten).
  2. Klicke auf New API token (Neues API-Token) und gib dein Passwort ein, falls Verify it’s you (Bestätige, dass du es bist) erscheint.
  3. Benenne das Token nach der App.
  4. Wähle unter Type (Typ) JMAP aus (MCP ist für KI-Tools gedacht).
  5. Wähle unter Scopes (Berechtigungen) nur das aus, was die App braucht, und klicke dann auf Generate API token (API-Token generieren). Kopiere es sofort, denn Fastmail zeigt es nicht noch einmal an.

Die JMAP-Berechtigungen sind Read-only access (Nur-Lese-Zugriff: ansehen und herunterladen, keine Änderungen), Email (E-Mail: Mails lesen, ändern und endgültig löschen), Email submission (E-Mail-Versand: senden), Contacts and contact groups (Kontakte und Kontaktgruppen) und Masked Email. Für eine App, die Mails nur liest, wählst du „Read-only access“ und „Email“ aus und sonst nichts. Bitwarden braucht nur Masked Email. Apps erreichen Fastmails JMAP unter https://api.fastmail.com/jmap/session, mit dem Token in einem Header Authorization: Bearer. Um ein Token zu widerrufen, öffne es und klicke auf Remove access (Zugriff entfernen).

Bei einem Nur-Lese-Token setzt Fastmails Server die Einschränkung durch. Über IMAP ist „nur lesend“ lediglich eine Entscheidung der App (die Befehle EXAMINE und BODY.PEEK in RFC 9051), und das Passwort erlaubt weiterhin Änderungen. Mehr dazu in unserem Ratgeber, was Nur-Lese-Zugriff bei IMAP und JMAP bedeutet.

Ein App-Passwort und die IMAP-Einstellungen von Fastmail

Du erstellst es unter „Settings“ → Privacy & Security → Connected apps & API tokens → Manage app passwords and access (App-Passwörter und Zugriff verwalten) → New app password (Neues App-Passwort), wählst dann den Zugriff aus und klickst auf Generate password (Passwort generieren) (Fastmails Hilfe zu App-Passwörtern). Die Standardeinstellung „Mail, Contacts & Calendars“ (Mail, Kontakte und Kalender) gibt Zugriff auf IMAP, POP und SMTP sowie auf Kontakte und Kalender. „Mail (IMAP/POP/SMTP)“ ist enger gefasst, schließt aber weiterhin das Senden ein. Ein App-Passwort nur zum Lesen dokumentiert Fastmail nicht.

Laut Fastmails Seite zu Servernamen und Ports, Stand: September 2026:

Einstellung Wert
IMAP imap.fastmail.com, Port 993, SSL/TLS (kein STARTTLS)
SMTP smtp.fastmail.com, Port 465 mit SSL/TLS oder 587 mit STARTTLS
POP pop.fastmail.com, Port 995, SSL/TLS
Benutzername Die Adresse, mit der du dich registriert hast, einschließlich der Domain
Passwort Ein App-Passwort (Fastmail sagt auch „app-specific password“), niemals dein Fastmail-Passwort

Um einer App den Zugang zu entziehen, aktiviere das Kästchen neben dem Passwort und klicke auf Disable (Deaktivieren, umkehrbar) oder Remove (Entfernen, endgültig). Review access (Zugriff prüfen) zeigt, wann das Passwort zuletzt verwendet wurde, von welcher IP-Adresse und ungefähr von wo.

Deine Fastmail-Aliasse in CatchNone lesen

CatchNone gibt jeder Adresse auf deiner Fastmail-Domain eine eigene Liste, auf iPhone, iPad und Mac. Es liest deinen Fastmail-Posteingang nur lesend direkt von deinem Gerät aus, über JMAP mit einem API-Token („Read-only access“ plus „Email“ genügt) oder über IMAP mit einem App-Passwort, sodass die Mails nie über die Server von CatchNone laufen. Jede Nachricht erscheint unter der Adresse auf deiner Domain, die sie erreicht hat, und so fällt eine weitergegebene oder verkaufte Adresse auf. Ausgedachte Adressen auf deinem Catch-all bekommen einen grauen Badge, bis du in der App einen Alias mit derselben Adresse erstellst. Der Tarif Kostenlos enthält bis zu 10 Aliasse auf deiner eigenen Domain, Lite und Premium haben kein Limit. CatchNone ist für iPhone, iPad und Mac erhältlich.

CatchNone empfängt nur und arbeitet neben Fastmail statt darin, es erstellt, blockiert oder löscht also keine Masked-Email-Adressen. Jeder Abruf liest die neuesten 100 Nachrichten im Posteingang aus den letzten 30 Tagen, gezählt, bevor nach Domain gefiltert wird, sodass in einem viel genutzten Posteingang Mails an deine Aliasse herausfallen können. Mails, die die Subdomain-Adressierung oder eine Regel in einen Ordner einsortiert oder die Fastmail in den Ordner „Spam“ verschiebt, erscheinen nicht. Domains müssen exakt übereinstimmen, füge also für Subdomain-Adressen you.example.com als eigene Domain hinzu. Bcc-Kopien werden nicht importiert, weil nur An-, Cc- und Bcc-Zeilen zählen, in denen deine Domain steht. Einen Alias als „Nicht in Verwendung“ zu markieren, ist nur eine Kennzeichnung; um die Mails zu stoppen, blockiere oder deaktiviere die Adresse wie oben beschrieben in Fastmail.

Wenn du lieber gar keine Domain betreiben willst, bringt Premium @catchnone.com-Adressen mit, ohne Domain, DNS oder Postfach, das du einrichten musst. Schaltest du eine davon ab, bekommen Absender einen Rückläufer.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Masked Email von einem Fastmail-Alias?

Fastmail beschreibt Masked-Email-Adressen als zufällige Aliasse, die Fastmail selbst erzeugt, „für Anmeldungen gedacht“ und meist eine pro Website, mit Anbindung an Passwort-Manager. Ein Alias ist eine Adresse, die du selbst wählst, mit eigenem Absendernamen oder eigener Signatur, gedacht für die „dauerhafte Nutzung für deine verschiedenen Identitäten im Netz“; ein Catch-all ist ein Alias, der auf jede Adresse der Domain passt. In der Praxis blockierst du eine Masked-Email-Adresse (Mails landen im Papierkorb) oder löschst sie (Mails gehen an den Absender zurück), und sie fällt unter die eigene, unveröffentlichte Obergrenze von Masked Email. Einen Alias schaltest du mit „Disable“ ab, und er zählt zum Limit von 600 Aliassen plus 15 pro Nutzer.

Kann ich meine Masked-Email-Adresse selbst wählen?

Nicht mit den Schritten, die Fastmail dokumentiert: Dort wird die Adresse für dich erzeugt. Über Fastmails API kann eine App ein Präfix mit bis zu 64 Zeichen anfordern (a bis z, 0 bis 9 und Unterstriche), und manche Apps von Drittanbietern werben mit eigenen Präfixen. Wenn du die ganze Adresse selbst wählen willst, nimm einen Alias oder den Catch-all.

Welcher Benutzername gehört zu einem Fastmail-App-Passwort?

Die Adresse, mit der du dich registriert hast, einschließlich der Domain, etwa you@example.com. Ein Alias oder eine Masked-Email-Adresse funktioniert nicht. Wenn eine App das @ ablehnt, akzeptiert Fastmail auch you#example.com, you/example.com oder you=example.com.

Fastmail Masked Email oder CatchNone?

Masked Email steckt in deinem Fastmail-Konto und ist für Anmeldungen gemacht, mit Anbindung an Passwort-Manager. CatchNone ist eine App für iPhone, iPad und Mac, die jeder Anmeldung eine eigene Adresse gibt und jede Nachricht mit einem Badge für den Alias versieht, den sie erreicht hat. Es arbeitet neben Fastmail und liest deinen Catch-all über JMAP oder IMAP, oder es gibt dir mit Premium @catchnone.com-Adressen, ganz ohne Domain, die du einrichten musst. CatchNone empfängt nur, du antwortest also aus Fastmail. Der Vergleich der E-Mail-Alias-Anbieter behandelt weitere Möglichkeiten.

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